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                                    Rund 180 Teilnehmer sowie 16 ausstellende Unternehmen fanden am 7.und 8. Mai wieder den Weg zum Gie%u00dferei-Kolloquium nach Aalen. Prof. Dr.-Ing. Lothar Kallien begr%u00fc%u00dftedie Teilnehmer und stellte das umfangreiche Tagungsprogramm vor. Der erste Vortrag %u201eTransformation als Chance:Mit Strategie und Innovation zum Erfolg%u201c von Dirk Seckler und Isabel Jeschek (Albert Handtmann Metallgusswerk) beleuchtete die Herausforderungen eines stagnierenden Automobilmarktes bei gleichzeitig wachsenderAluminiumnachfrage in Europa. Ausgehend von Marktanalysen zeigte dasAutorenduo, wie Handtmann seinenUmsatz- und Marktanteil in einem von%u00dcberkapazit%u00e4ten und Verdr%u00e4ngungswettbewerb gepr%u00e4gten Umfeld durchkonsequente strategische Entscheidungen und ein klares Innovationsprogramm ausbauen konnte. Der Beitrag %u201eEffizienz neu definiert:Virtuelle Methoden in der Werkzeugund Prozessentwicklung%u201c von Dr.Oleksiy Starykov und Benjamin Wendt(BTC GmbH) stellte eine durchg%u00e4ngigevirtuelle Prozesskette von CAD %u00fcberGie%u00dfsimulation bis hin zur FE-Analyseals Schl%u00fcssel zur Beschleunigung undAbsicherung moderner Druckgie%u00dfprozesse vor. Ausgehend von der zunehmenden Komplexit%u00e4t von Druckgussbauteilen und Werkzeugen sowie steigendem Zeit-, Kosten- und Qualit%u00e4tsdruck zeigten die Referenten, dass sequenzielle Entwicklungsprozesse mitfehlender R%u00fcckkopplung zwischenProduktdesign, Simulation und Werkzeugauslegung den Anforderungendes globalen Wettbewerbs nicht mehrgen%u00fcgten. Stattdessen beschrieben sieeinen parallelen Entwicklungsansatz,in dem CAD, Gie%u00dfsimulation und mechanische Simulation (FEA) gekoppeltabliefen, um fr%u00fche, simulationsgetriebene Entscheidungen zu erm%u00f6glichen,Bemusterungsschleifen zu reduzierenund die virtuelle Entwicklung um 30bis 40 Prozent zu beschleunigen. Der Vortrag %u201eSteigerung der Wettbewerbsf%u00e4higkeit durch Innovationenund optimale Nutzung vorhandenerStrukturen%u201c der BMW Group Leichtmetallgie%u00dferei in Landshut zeigte, wieder Standort seine Innovationskraftnutzt, um Produktivit%u00e4t und Kosten ineinem hochkompetitiven Umfeld nachhaltig zu verbessern. Dr. Thomas Ludwig untersuchte systematisch den Einfluss geringer Calciumgehalte auf Gef%u00fcge und mechanische Eigenschaften von AlSi-Druckgusslegierungen und pr%u00e4sentierte dieErgebnisse dem Fachpublikum imRahmen des Vortrages. Johannes Messer analysierte den tiefgreifenden strukturellen Wandel derAluminiumdruckguss- und Automobilindustrie und stellte die These auf,dass Europa im Druckguss an Bedeutung verloren hat. Ausgangspunkt wardie Beobachtung, dass Europa wederKostenf%u00fchrer ist noch seine technologischen St%u00e4rken konsequent in Wettbewerbsvorteile %u00fcbersetzt hat, w%u00e4hrend China durch massive Industrialisierung und den Aufbau gro%u00dfer Druckgusskapazit%u00e4ten neue Ma%u00dfst%u00e4be beiGeschwindigkeit, Skalierung und Kosten setzt. Als zentrale Erfolgsfaktorenf%u00fcr Europa identifizierte er Techno logien, inklusive GameChanger wie GIGA-Casting, Thixomolding undK%u00fcnstliche Intelligenz, belastbareKnow-how-Allianzen entlang der Wertsch%u00f6pfungskette sowie eine rasche industrielle Skalierung wettbewerbsf%u00e4higer L%u00f6sungen. Im Vortrag %u201eGIGA/MEGA-Casting %u2013Practical Experiences%u201c pr%u00e4sentierteKlaus Hansen praxisnahe Erfahrungen aus der Einf%u00fchrung von Megaund Giga-Casting-Technologien im automobilen Leichtmetallguss anhandder Volvo-Standorte in Schweden undin der Slowakei. Im Mittelpunkt standen die %u201eLessons Learned%u201c aus mehreren Mega-Casting-Projekten. Hansenerl%u00e4uterte eine umfassende %u201eGIGAChecklist%u201c mit %u00fcber 1500 Pr%u00fcfpunkten,die von der fr%u00fchen Werks- und Zellplanung (Layout, Medien- und Energieversorgung, Kran- und Fundamentkonzepte) %u00fcber die Auslegung derDruckgie%u00dfformen (K%u00fchlkreise, Schnellr%u00fcstf%u00e4higkeit, SMED) bis zur Lieferantenauswahl reichte. Europ%u00e4ischer Druckguss-WettbewerbIm Zuge der Vorstellung der Gewinnerdes Europ%u00e4ischen Druckguss-Wettbewerbs des Verbandes DeutscherDruckgie%u00dfereien (VDD) gab FrankNeumann den Einstand in den zweitenVeranstaltungstag. Der Wettbewerbumfasste neun Anwendungs-Kategorien und vier metallische Werkstoffe.Die ausgezeichneten Bauteile, darunter der Abdeckring AQUAHALO f%u00fcreine Premium-Erlebnisdusche, eineMX-Unterschale f%u00fcr modulare Schaltschrankl%u00f6sungen, hochpr%u00e4zise Griffschalen mit integrierter Elektronik unddas filigrane Vorderteil eines F%u00fcllfederhalters, demonstrierten eindrucksvoll die hohe Designfreiheit, Ma%u00dfgenauigkeit, Funktionsintegration undOberfl%u00e4chenqualit%u00e4t der Druckgusstechnologie und belegten zugleich diewirtschaftlichen Vorteile gegen%u00fcberzerspanenden Fertigungsverfahren. Dr. Steffen Link, Geiger + Co. Schmierstoff-Chemie GmbH, pr%u00e4sentierte danach die zentrale Rolle optimierterFormtrennstoffe bei der Herstellungvon Strukturbauteilen aus naturhartenAluminiumlegierungen. Es wurde gezeigt, dass der Verzicht auf klassischeW%u00e4rmebehandlungen zwar Energieund Zeiteinsparungen erm%u00f6glicht,gleichzeitig jedoch zu erh%u00f6hten Trennmittelr%u00fcckst%u00e4nden f%u00fchrt, die nachfolgende Prozessschritte wie Reinigung,KTL-Beschichtung und Strukturverklebung kritisch beeinflussen. Der Vortrag von Benjamin Jung, Heck& Becker, besch%u00e4ftigte sich mit derFrage, wie im Druckguss %u201eChineseSpeed%u201c erreicht werden konnte, ohnedaf%u00fcr den Standort nach China verlagern zu m%u00fcssen. Ausgangspunkt wardie Beobachtung, dass in vielen Projekten zwar am Ende hohes Tempogefordert wurde, vorne im Prozess jedoch Klarheit fehlte. Anstelle technischer Limitierungen identifizierte Benjamin Jung vor allem Unsicherheitund Entscheidungsvermeidung, etwain Form von mehrfachen Entwicklungsschleifen, zu vielen Bauteilvarianten und zu vielen beteiligten Teams,als wesentliche Bremse f%u00fcr die Zeitbis zur Markteinf%u00fchrung. Er argumentierte, dass nicht Perfektion, sonderndas z%u00fcgige %u201eMachen%u201c Entscheidungssicherheit schafft. Marcel Op de Laak, TiK Technologiein Kunststoff GmbH und Ren%u00e9 Wagner, ALUWAG AG, verdeutlichten dieEntwicklung der Gasinjektionstechnologie MAGIT vom innovativen Ansatzbis zur Serienreife in Aluminium- undMagnesium-Druckgussanwendungen.Ausgehend von einem %u00dcberblick %u00fcberProzess- und Anwendungsfelder wurden f%u00fcnf bei ALUWAG realisierte Bauteile vorgestellt, darunter Stuhlkreuze,Kupplungsdeckel, Geh%u00e4usedeckel undE-Motorengeh%u00e4use, bei denen die Gas injektion zur Ausbildung komplexerHohlkanalstrukturen eingesetzt wurde. Dr. Marius Kohlhepp stellte im Rahmen seines Vortrages die aktuellenEntwicklungen von AUDI im Bereichhochfester Aluminium-Druckgusslegierungen f%u00fcr den Karosserieleichtbauvor. Anhand bestehender Anwendungen von fr%u00fchen nicht aush%u00e4rtbaren Legierungen wie TL119 bis hin zu hochfesten Legierungen wie TL117C18 inGro%u00df- und Kleinserie, wurde gezeigt,dass sich mit hochfesten AlSi-Legierungen signifikante Gewichtsvorteilebei gleichzeitig hoher Bauteilsteifigkeiterzielen lassen. Thomas Herper beleuchtete in seinemVortrag %u201eNachhaltigkeit und CircularEconomy im Zinkdruckguss%u201c wie dieAdolf F%u00f6hl GmbH & Co. KG ihrenZinkdruckguss schrittweise zu einemressourcenschonenden und bilanziellklimaneutralen Produktionssystemweiterentwickelt hat. Ausgehend voneinem %u00dcberblick %u00fcber Standorte, Zertifizierungen und das Produktportfoliostellte er dar, dass das Unternehmenj%u00e4hrlich mehrere hundert MillionenZinkdruckgussteile fertigt und dabeidurch systematische Effizienzma%u00dfnahmen seinen CO2-Fu%u00dfabdruck deutlichreduziert hat. Den Abschluss der gelungenen Fachveranstaltung bildete der Vortrag %u201eEinState-of-the-Art KI-Enablement-Prozess aus der Praxis%u201c von Kai Dippe,QuantumFlow, und J%u00fcrgen Mahler,Schaufler Tooling. Anhand der Schaufler Fischer Group erl%u00e4uterten sie einenmehrstufigen Enablement-Ansatz: vonder Bef%u00e4higung der Mitarbeitenden%u00fcber Prozess- und Daten-Mapping bishin zum Aufbau eines %u201eAI OperatingSystems%u201c mit klarer Organisation undSkalierung. Im Zentrum stand die aktive Rolle der Gesch%u00e4ftsf%u00fchrung alsTreiber der Transformation. Die Referenten kamen zu dem Schluss, dassUnternehmen, die fr%u00fchzeitig KI-Kompetenz aufbauen, einen nachhaltigenWettbewerbsvorteil erlangen.Info: www.hs-aalen.de11www.step-g.comShaped forperformance.Seit 1915. F%u00fcr die Zukunft.Innovative Leichtbaul%u00f6sungen von STEP-G.SchienenfahrzeugbauAdded Value ProductsBaugewerbeGie%u00dfereiprodukteMaschinen- & AnlagenbauAutomotive%u0012%u0011%u0010%u000f%u000e%u000c%u000b%u0009%u0008%u0007%u0009%u0011%u0007%u0006%u0011%u0010%u0005%u0001RecyclingLuftfahrt- & VerteidigungsindustrieBesuchen Sie uns auf derALUMINIUM 2026, Stand 4B24.Fotos: Hochschule AalenAALENER GIESSEREI-KOLLOQUIUM 2026 Innovationen in DruckgussIsabel Jeschek, Dirk Seckler, (Albert Handtmann Metallgusswerke) und Prof. Dr.-Ing. Lothar Kallien (v.r.n.l).Beispiel f%u00fcr die Funktionsintegration und Bauteilsubstitution bei einem Elektromotorengeh%u00e4use der Volkswagen AG 
                                
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