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                                    Schrotte. Ein Ansatz dies zu verhindern, ist, den Export an Schrotten ausder EU durch Exportrestriktionen zuerschweren. Ausf%u00fchrz%u00f6lle oder Exportquoten k%u00f6nnten dabei helfen.Gruselige Z%u00f6lle statt FreihandelMit der Feststellung %u201eWir kommen aus dem Freihandel %u2013 das kann mansich heute kaum noch vorstellen%u201c skizzierte Andreas Steffes die geopoli tischen Ver%u00e4nderungen der vergangenen Jahre.Steffes ist Mitglied der Gesch%u00e4ftsleitung von Handel Schweiz und betreutals Gesch%u00e4ftsf%u00fchrer den VerbandSchweizerische Stahl- und Haus technik sowie den Dachverband%u00a0metal.suisse. %u201eTrade can make everybodybetter off%u201c habe er im Studium gelernt,%u201eHandel treiben f%u00fchrt dazu, dass wirunsere Ressourcen am besten einsetzen%u201c, sagte Andreas Steffes. Doch dieHandelswelt, der Freihandel mit integrierten, globalen Wertsch%u00f6pfungsketten, wurde seit 2016, der ersten Wahlvon Donald Trump, eine protektionistische Welt. Seit der zweiten AmtszeitTrumps wurde es %u201eso richtig gruselig%u201c,unter anderem mit hohen Z%u00f6llen aufImporte von Stahl, Kupfer und Aluminium unter Section-232.Die EU reagierte ihrerseits mit Schutzma%u00dfnahmen, um die Industrie vorUmgehungsgesch%u00e4ften zu sch%u00fctzen %u2013gemeint sind chinesische Exporte, diein neue Absatzm%u00e4rkte gelenkt werden.Die Schweiz hat die Industriez%u00f6lle abgeschafft, erinnerte Steffes, %u201edas warder Weg, der zum Ziel f%u00fchrte.%u201c Als kleine, offene Volkswirtschaft%u00a0 hat%u00a0 dieSchweiz keine andere%u00a0M%u00f6glichkeit, alsauf offene Grenzen zu setzen. Protektionistische Ma%u00dfnahmen w%u00fcrden allein die inl%u00e4ndischen Preise erh%u00f6hen.%u00a0Die EU setze zunehmend auf Industriepolitik, Schutzmechanismen undstaatliche Unterst%u00fctzung strategischerBranchen. Verteidigungs- und Sicherheitspolitik w%u00fcrden dabei immer st%u00e4rker mit industriepolitischen Zielen verkn%u00fcpft. %u201eWas der Konsument bezahlt,spielt dabei oft eine untergeordneteRolle. Ebenso die Kosten f%u00fcr die Steuerzahler%u201c, stellte Steffes fest.CBAM macht%u00a0wenig%u00a0SinnDie Europ%u00e4ische Union habe in denvergangenen Jahren ihre M%u00e4rkte zunehmend abgeschottet, sagte AndreasSteffes. Neben Schutzma%u00dfnahmen und Z%u00f6llen geh%u00f6ren dazu auch Umweltproduktdeklarationen (EPD) sowieder Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM).CBAM ist ein Instrument der europ%u00e4ischen Klimapolitik, das sogenanntes%u201eCarbon Leakage%u201c verhindern soll %u2013also die Verlagerung emissionsintensiver Produktionen in L%u00e4nder mitweniger strengen Klimavorgaben. Importierte Produkte sollen dadurch mitvergleichbaren CO2-Kosten belastet werden wie Waren, die innerhalb der EU unter dem Emissionshandelssystem hergestelltwer den.%u00a0%u201eDie EU versucht CO2 zurMarktabschottung zu nutzen,doch diese Abschottung funktioniert nicht.%u201cDie Schweiz ist vom CBAM derzeit ausgenommen, weil ihr Emissionshandelssystem mit jenemder EU verkn%u00fcpft ist. Der Bundesrat entschied 2023, vorl%u00e4ufigkeinen eigenen Grenzausgleichsmechanismus einzuf%u00fchren, umhandelspolitische Risiken zu vermeiden. Andreas Steffes%u00a0h%u00e4lt%u00a0fest:%u201eF%u00fcr mich als liberalen %u00d6konomen ist es ein Gruselfaktor.%u201c%u00a0Dieaktuelle Ausgestaltung erm%u00f6glichteine Umgehung und zerst%u00f6re%u00a0dieWettbewerbsf%u00e4higkeit der EUIndustrie.%u00a0 Die Verteuerung vonMaterialien f%u00fchre%u00a0so%u00a0zu einer Deindustrialisierung, die verarbeitende Industrie wandere dorthinab, wo weniger CBAM- respektiveCO2-Kosten auf die ben%u00f6tigtenMaterialien anfallen.Nachteile f%u00fcr UnternehmenDie EU verfolgt gleichzeitig dasZiel, eine Vorreiterrolle bei derDekarbonisierung einzunehmenund die Transformation ihrerWirtschaft aktiv zu gestalten. Unternehmen, die hohe Umweltauflagen erf%u00fcllen, sollen vor Wettbewerbern gesch%u00fctzt werden, dievergleichbare Kosten nicht tragen. Zudem sollen strategischwichtige Industrien gezielt unterst%u00fctzt werden.Daf%u00fcr stellt die EU zunehmend staatliche Mittel zur Verf%u00fcgung. Unter anderem werden Energiepreise subventioniert und F%u00f6rderprogramme ausgebaut. F%u00fcr Schweizer Unternehmenentstehen dadurch Wettbewerbsnachteile, weil sie von vergleichbaren Unterst%u00fctzungsinstrumenten nicht profitieren.Auch beim Recycling setzt die EU aufF%u00f6rderprogramme. Neue Recyclingkapazit%u00e4ten und entsprechende Produktionsprozesse werden mit %u00f6ffentlichenGeldern unterst%u00fctzt. Steffes warnte jedoch vor m%u00f6glichen Nebenwirkungen:Unternehmen, die bereits heute erfolgreich im Recycling t%u00e4tig seien, k%u00f6nntendurch die steigende Nachfrage nachSchrott%u00a0mit steigenden Rohstoffkostenkonfrontiert werden. Gleichzeitig w%u00fcrden in der EU zunehmend Export beschr%u00e4nkungen f%u00fcr hochwertigeSchrotte diskutiert. Solche Ma%u00dfnahmen%u00a0 w%u00fcrden%u00a0 auch den Aluminiumund Stahlmarkt betreffen.F%u00fcr die Schweiz stelle sich deshalbbei jeder neuen Regulierung die Frage,ob sie den europ%u00e4ischen Weg mitgehen,%u00a0eine eigene L%u00f6sung entwickelnoder ganz bewusst auf eine Regelungverzichten%u00a0 wolle. Von Abschottung,Schutzz%u00f6llen oder einem SchweizerCBAM h%u00e4lt Andreas Steffes indesnichts.%u201eWir sind eine kleine offene Volkswirtschaft%u201c, sagte er. Zus%u00e4tzliche Handelshemmnisse w%u00fcrden vor allem dazuf%u00fchren, dass Produkte in der Schweizteurer w%u00fcrden: %u201eDas zahlt der Konsument.%u201c Die handelspolitische Kraft derSchweiz als kleinem Land, das vomImport und vom Export abh%u00e4ngig ist,sei sehr gering. %u201eWir m%u00fcssen Argumente woanders suchen. Wenn wir esnicht machen, verletzen wir Vertr%u00e4gemit der EU und dann gehen die Grenzen noch schneller zu.%u201cMaximale UnsicherheitF%u00fcr die Schweizer Aluminiumindustrie sieht Andreas Steffes diegr%u00f6%u00dfte Herausforderung bei Investitionen. %u201eWir haben geradedie maximale Unsicherheit erreicht, die wir uns irgendwie vorstellen k%u00f6nnen%u201c, sagte AndreasSteffes in der Fragerunde. Produzenten w%u00fcssten nicht, ob sieProdukte exportieren d%u00fcrfen, dieEnergiepreise seien schlecht.%u201eWenn ich zwei Standorte zumInvestieren vergleiche, ist wahrscheinlich der Return on Investment in der Schweiz deutlichschlechter als im Ausland.%u201c Dochgleichzeitig gebe es in derSchweiz den Druck, viel zu investieren, um weiterhin zu denBesten zu geh%u00f6ren. %u201eWenn wirnicht zu den Besten geh%u00f6ren,sind wir nur die Teuersten.%u201c Dasw%u00e4re keine gute Idee, um wettbewerbsf%u00e4hig zu bleiben.Plattform f%u00fcr CO2-BilanzierungWie Unternehmen den steigendenAnforderungen im Bereich Klimaberichterstattung begegnen k%u00f6nnen, zeigte Yannick Krabben(Foto) von der Censius AG auf.Das Innerschweizer Startup hat einedigitale Plattform entwickelt, mit derUnternehmen ihre Emissionen systematisch erfassen und auswerten k%u00f6nnen. Ausgangspunkt waren Anfragengro%u00dfer Unternehmen an die Hochschule Luzern, die Unterst%u00fctzung beider Umsetzung der zahlreichen Standards und Berichtspflichten suchten.%u201eWir haben uns gesagt: Das muss automatisierbar und digitalisierbar sein%u201c,erkl%u00e4rte Yannick Krabben.Die Plattform basiert auf dem international anerkannten Greenhouse GasProtocol. Dieses unterteilt die Emissionen eines Unternehmens in dreiBereiche: Scope 1 umfasst direkteEmissionen am eigenen Standort,Scope 2 eingekaufte Energie wieStrom oder Fernw%u00e4rme.%u201eIm Scope 3 ist der Aufwand dannwirklich gro%u00df%u201c, sagte Yannick Krabben,denn hier werden s%u00e4mtliche in direktenEmissionen entlang der Wertsch%u00f6pfungskette erfasst %u2013 von der Rohstoffbeschaffung %u00fcber Zuliefer prozesse bishin zu Transportwegen. Im Scope 3fallen 60 Prozent, oft auch 90 Prozentoder mehr der CO2-Emissionen einesUnternehmens an. Anhand eines Metallbauunternehmens zeigte Krabben, wie sich dierelevanten Daten f%u00fcr eine aussagekr%u00e4ftige Klimabilanz zusammentragen lassen. Die Plattform greift dabei unteranderem auf Daten von Ecoinvent zur%u00fcck, einer umfangreichen Datenbankf%u00fcr Umwelt- und Prozessdaten in derSchweiz.5Unsere L%u00f6sungen.Ihre Anforderungen.TCH.THE RIGHTMATCH bedeutet fTIhren Erfolggarantieren. Erleben Sie live, wie aus IhrenThe RIGHT MA f%u00fcr uns wenn Ihre Ziele und unsere n Anforderungen L%u00f6sungen entstehen, dieWeitere Informatonen unter:go.walter/AMBzeigen wir Ihnen auf der AMB. Besuchen Sie uns in Halle 3 | Stand 3E50Engineering Kompetenz perfekt zusammenpassen - uns genau dasTCH bedeutet f%u00fcr uns, wenn Ihre Ziele und unsere waltertools.comThe RIGHT MA%u201eEntsorgen ohne Sorgen%u201c lautet dasMotto der soRec in Gossau. Die Besichtigung des 1953 gegr%u00fcndetenOstschweizer Familienunternehmens bildete den Abschluss desAlu-Kongresses. 60 Mitarbeiter pluszus%u00e4tzliche Leute im Bereich Demontage sind im Recyclingunternehmen, das die gesamte Prozesskette von Annahme bis Endverarbeitung anbietet, t%u00e4tig. Das Unternehmen nimmt f%u00fcr sichin Anspruch, verantwortungsbewusst, innovativ und sicher zu agieren, wie CEO Christoph Solenthaler sagte. Ziel sei auch, eineMaximierung in der Verwertung zu erreichen: %u201eNachhaltigkeit entsteht durch effiziente Material kreisl%u00e4ufe, nicht durch Kennzahlen%u201c, betonte Christoph Solenthaler. Auf einem Rundgang konnten dieKongressteilnehmer die Materialr%u00fcckgewinnung im Elektronikschrottrecycling und Industrierecy cling beobachten, unter anderemwerden Edelmetalle von Leiterplatten sowie Eisen, Aluminium undKupfer sowie Kunststoff zur%u00fcck gewonnen. Im Werkhof l%u00e4uft zu demeine selbst entwickelte Anlage f%u00fcr das Recycling von Toner-Mo dulen.BESICHTIGUNG DER SORECEffiziente Materialkreisl%u00e4ufeAndreas Steffes, Gesch%u00e4ftsf%u00fchrer metal.suisse%u201eWir haben gerade diemaximale Unsicherheiterreicht, die wir unsirgendwie vorstellenk%u00f6nnen%u201cChristoph Solenthaler erkl%u00e4rt die Recycling-Anlagen seines Unternehmens
                                
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