Trimet erweitert Netzwerk für Aluminiumdraht-Recycling

Trimet baut sein Engagement für die Kreislaufwirtschaft in der Aluminiumindustrie weiter aus. Durch geschlossene Stoffkreisläufe mit Kunden stellt der Werkstoffspezialist eine wachsende Zahl von Aluminiumlegierungen für Drahtanwendungen mit hohem Recyclinganteil bereit. Dieses etablierte Modell soll nun konsequent erweitert werden.

Mit geschlossenen Stoffkreisläufen stellt TRIMET Aluminiumlegierungen für Drahtanwendungen mit einem hohen Recyclinganteil bereit Foto: TRIMET

Die Nachfrage nach Aluminiumdraht mit Recyclinganteil steigt – sowohl für elektrische als auch für mechanische und Schweißanwendungen. Zwar ist Aluminium grundsätzlich unbegrenzt und ohne Qualitätsverlust recycelbar, die Aufbereitung stellt jedoch hohe Anforderungen an Sortierung, Materialtrennung und Prozesssteuerung. Viele Legierungen erfordern dabei eine besonders präzise Behandlung.

Trimet hat hierfür geschlossene Werkstoffkreisläufe etabliert, die eine sortenreine Erfassung und hochwertige Wiederverwertung von Altmaterial ermöglichen. Gleichzeitig wird ein konstant hohes Qualitätsniveau sichergestellt, das den geltenden Industriestandards entspricht. Dieses erfolgreiche Konzept will das Unternehmen nun weiter skalieren.

„Mit dem Ausbau der Kreislaufwirtschaft tragen wir nicht nur zur Erreichung der Klimaschutzziele bei, sondern erhöhen auch Materialeffizienz und Versorgungssicherheit für einen zentralen Werkstoff der europäischen Industrie“, sagt Philipp Schlüter, Vorsitzender des Vorstands der Trimet Aluminium SE.

Das Unternehmen verfügt über langjährige Erfahrung im Aluminiumrecycling und hat diese Kompetenz gezielt für Aluminiumdraht in anspruchsvollen Anwendungen weiterentwickelt. Gerade in elektrischen, mechanischen und schweißtechnischen Einsatzfeldern gelten besonders hohe Reinheitsanforderungen.

Die geschlossenen Stoffkreisläufe basieren auf anwendungsspezifischen Konzepten, die in bestehende Recyclingnetzwerke integriert sind. Gemeinsam mit Kunden arbeitet Trimet als Werkstoff- und Halbzeughersteller zudem mit spezialisierten Partnern für Sammlung, Sortierung und Schrottaufbereitung zusammen, um die erforderliche Materialreinheit sicherzustellen.

Alle anwendungsspezifischen Anforderungen werden erfüllt

Die enge Verzahnung mit den eigenen Recyclingstandorten in Deutschland erhöht Stabilität und Flexibilität der Netzwerke. Umfassende Qualitätskontrollen gewährleisten, dass sämtliche Werkstoffe die jeweiligen anwendungsspezifischen Anforderungen erfüllen.

Der Einsatz von Recyclingmaterial reduziert den CO₂-Fußabdruck der Produkte signifikant. Gleichzeitig steigern Recyclinglegierungen den ökologischen Wert des Werkstoffs und der daraus gefertigten Endprodukte.

Trimet bietet das vollständige Spektrum an Aluminiumlegierungen für die Herstellung von Aluminiumdraht an. An den Standorten Saint-Jean-de-Maurienne und Castelsarrasin produziert das Unternehmen jährlich rund 100.000 Tonnen Drahtvorprodukte für elektrische, mechanische und Schweißanwendungen. Zu den wichtigsten Absatzmärkten zählen die Energie- und Automobilindustrie sowie weitere Branchen wie Transport, Medizintechnik und Luft- und Raumfahrt.