Politikbesuch bei TRIMET: Energiepolitik und Netzausbau zusammen denken

Hohe Energiekosten, langwierige Genehmigungsverfahren und ein verzögerter Netzausbau belasten die energieintensive Industrie in Hamburg. Beim Besuch des Aluminiumherstellers TRIMET in Harburg informierten sich Svenja Hahn, Mitglied des Europäischen Parlaments, und Dirk Kannengießer, Vorsitzender der FDP-Fraktion Harburg, über die Perspektiven des Standorts und die politischen Rahmenbedingungen für Investitionen.

Besuch bei TRIMET in Harburg (v.l.n.r.): Tim Eshold (Trimet), Philipp Schlüter (Trimet), Svenja Hahn (FDP), Dirk Kannengießer (FDP), Klaus Schweiniger (Trimet). Foto: Trimet / Junis Karsten

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Entwicklung der Stromkosten, die Bedeutung einer verlässlichen Energieversorgung und die Anforderungen an den künftigen Netzausbau. TRIMET beschäftigt im Hamburger Werk rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und verfügt über eine Jahresproduktion von rund 135.000 Tonnen Elektrolysealuminium.

Industriepolitik ist auch Standortpolitik

„Gerade energieintensive Unternehmen brauchen bezahlbaren Strom und Planungssicherheit. Das sichert Jobs und den Erfolg unserer Stadt. Dafür müssen Energiepolitik und Netzausbau endlich zusammen gedacht werden“, erklärte Svenja Hahn.
Dirk Kannengießer unterstrich: „Der Besuch bei TRIMET zeigt: Industriepolitik ist auch Standortpolitik für Harburg. Beim Netzausbau und bei Genehmigungen muss Hamburg schneller werden, damit sich Investitionen rechnen.“

Aus Sicht der FDP braucht die Aluminiumindustrie verlässliche und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen. Dazu gehören bezahlbare Energie, ein zügiger Ausbau der Stromnetze, schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie weniger Bürokratie. Nur so könne Hamburg industrielle Wertschöpfung sichern und Investitionen in energieintensive Produktionsstandorte ermöglichen.
„Wir brauchen Unternehmen, die in Hamburg produzieren, und einen Hafen, der sie mit den Weltmärkten verbindet. Energie, Infrastruktur und Genehmigungen müssen dafür verlässlich und wettbewerbsfähig sein“, resümierte Kannengießer.