Nach Angaben von Shanghai Metal Markets soll die operative Primäraluminiumkapazität des Landes von rund 870.000 Tonnen im Jahr 2025 auf etwa 2,51 Millionen Tonnen 2026 steigen. Für 2027 werden 3,56 Millionen Tonnen prognostiziert. Indonesien zählt bereits zu den Nettoexporteuren von Primäraluminium.
Mit den neuen Schmelzkapazitäten gewinnt die Weiterverarbeitung im Land an Bedeutung. Indonesien importiert bislang große Mengen an Aluminiumprodukten, darunter Platten, Folien, Konstruktionselemente und Automobilkomponenten. Daraus ergeben sich Investitionsmöglichkeiten bei Gießerei- und Druckgusstechnik, Thermoprozessanlagen, Simulation, Automatisierung, Präzisionsbearbeitung, Materialhandling und Qualitätskontrolle.
Exportverbot für Bauxit
Unterstützt wird diese Entwicklung durch die indonesische Industriepolitik. Seit 2023 darf unverarbeitetes Bauxit nicht mehr exportiert werden. Dadurch sollen Raffination, Verhüttung und weitere Wertschöpfungsstufen im eigenen Land ausgebaut werden. Zusätzliche Nachfrage nach Aluminium entsteht insbesondere durch die Automobilindustrie, die Elektromobilität, den Infrastrukturausbau und erneuerbare Energien.
Der neue Aluminium Pavilion der GIFA und METEC Indonesia soll Anbieter von Anlagen, Verfahren und Werkstoffen mit indonesischen Produzenten und Verarbeitern zusammenbringen. Insgesamt erwarten die Veranstalter rund 200 Aussteller und etwa 6.000 Fachbesucher auf dem Messegelände Jakarta International Expo. Das Angebot reicht von Gießerei-, Stranggieß- und Ofentechnik bis zu Prozesssimulation, Metallanalyse und Automatisierung.

