Mit der kontrollierten Abschaltung will das Unternehmen Risiken für Gesundheit, Umwelt und Sicherheit minimieren und die Anlage zugleich auf einen möglichen späteren Neustart vorbereiten. Ein vollständiger Wiederanlauf könnte nach Unternehmensangaben sechs bis zwölf Monate dauern. Wann ein Neustart tatsächlich möglich sein wird, ist derzeit jedoch unklar.
Der norwegische Aluminiumkonzern Hydro informiert nach eigenen Angaben seine Kunden über die Situation, arbeitet an Maßnahmen zur Abmilderung der Folgen und prüft alternative Lieferwege, um bestehende vertragliche Verpflichtungen zu erfüllen. Die Sicherheit der Beschäftigten bei Qatalum habe weiterhin höchste Priorität.
Höhere Gewalt
Aufgrund des Produktionsstopps hat Hydro gegenüber seinen Qatalum-Kunden zudem Force Majeure (höhere Gewalt) erklärt.
Qatalum ist ein 50:50-Joint-Venture von Hydro und der Qatar Aluminum Manufacturing Company Q.P.S.C. (QAMCO). Das Werk verfügt über eine Nennkapazität von 636.000 Tonnen Primäraluminium pro Jahr sowie über eine Gießereikapazität von 664.000 Tonnen jährlich. Der Standort ist vollständig integriert und umfasst Elektrolyse, Gießerei, Kohlenstoffanlage sowie ein eigenes gasbefeuertes Kraftwerk.

